Der GTEV Almfrieden Pittenhart wurde am 2. April 1923 im Gasthaus Brandl in Oberbrunn gegründet. Die Ziele waren die Gebirgstracht zu erhalten, Brauchtum und Sitte zu fördern, alte Tänze einzuüben und die ursprüngliche Volksmusik zu pflegen.

Bereits 1923 verlegte man das Vereinslokal ins Gasthaus "Landsberger" (später "Augustiner", heute "Alte Zollstation") nach Pittenhart. Bei der 1. Generalversammlung am 24. April 1924 wurden die Mitglieder über den Sinn des Vereins genau informiert. Den Beitrag pro Mitglied setzte man auf 2 Reichsmark fest, für öfteres Fernbleiben von Versammlungen führte man sogar eine Strafe von 0,50 RM ein.

Der erste große Höhepunkt des noch jungen Vereins war die Fahnenweihe am 5. Juli 1925, zu der 70 Vereine eingeladen waren. 12 Vereine und auch der Gauvorstand Thomas Bacher erschienen zu diesem Fest. Zum Patenverein war Eggstätt gewählt worden.

1929 zählte der Verein 32 Mitglieder, bis zum Jahr 1937 stieg die Zahl auf 59 an. Ab 1939 kam die Vereinstätigkeit durch den 2. Weltkrieg zum Erliegen.

1946 konnte die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen werden. Das Vereinslokal wechselte zum Gastwirt nach Aindorf, hier konnte am 4. November die erste Generalversammlung nach dem Krieg abgehalten werden. Mit dem Theaterstück "s' Glück vom Seehof" konnte die Theaterbühne eingeweiht werden. Diese wird heute noch von den Aktiven bei der Christbaumversteigerung verwendet.

Das 40-jährige Gründungsfest feierte man 1963 in kleinem Rahmen mit einem Heimatabend.

Ab 1966 begann man mit dem Aufbau einer Kinder- und Jugendgruppe.

Im Hinblick auf das 50-jährige Gründungsfest einigte man sich auf eine gemeinsame Kleidung nach einheitlichem Muster. Anlässlich des 50 jährigen Gründungsfestes am 7. und 8. Juli 1973 wurde bei den Vereinsmitgliedern für eine neue Vereinsfahne gesammelt, deren Weihe Herr Pfarrer Gschlößl am Festsonntag würdevoll gestaltete. Als Pate standen uns wieder die Eggstätter zur Seite.

Im Jahr 1974 zählte der Verein bereits 216 Mitglieder. 

1982 entstand der Wunsch, ein Gartenfest mit Vereinspreisplattln zu organisieren. Als Veranstaltungsort konnte nach längerem hin und her der Innenhof des Voinbauern aus Aindorf gewonnen werden. Das Gartenfest entwickelte sich schnell als Zuschauermagnet in der Gemeinde.

Zum 60-jährigen Jubiläum wurde 1983 ein Heimatabend abgehalten. 

In der Christbaumversteigerung im Dezember 1986 spielten einige Aktive einen Einakter. Das Einakterspielen konnte seither bei jeder Versteigerung beibehalten werden. Ebenfalls 1986 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister. Der Verein nennt sich seither Gebirgstrachten-Erhaltungsverein "Almfrieden" Aindorf-Pittenhart e.V. mit Sitz in Pittenhart.

Mit den Nachbarsvereinen Obing und Frabertsham beschloss man 1987 ein gemeinsames 3 Vereine Preisplattln durchzuführen. Später gesellte sich auch noch unser Patenverein Eggstätt hinzu.

Gezwungen durch die Schließung des Vereinslokals in Aindorf musste sich der Verein 1988 eine neue Bleibe suchen. Von der Gemeinde wurde hierzu ein Raum im Feuerwehrhaus in Pittenhart zur Verfügung gestellt. Durch die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder konnte dieser ausgebaut und 1991 eingeweiht werden. Seither dient er als Probenraum für Kinder- und Jugendgruppe sowie der aktiven Buam und Dirndl.

Am Pfingstmontag 1997 wurde die alte Fahne aus dem Jahre 1925, welche restauriert worden war, in einem feierlichen Gottesdienst neu geweiht. Anschließend feierte man bei herrlichem Wetter beim Augustinerwirt mit einem Frühschoppen weiter.

Am 7. Januar 1998 mussten wir von unserem Ehrenvorstand und Trachtenpfleger Hans Stürzer Abschied nehmen. Er war 30 Jahre lang Vorstand des Vereins. Mit ihm verlor der Verein den wohl aktivsten Trachtler in seiner Vereinsgeschichte. Er war 30 Jahre lang Vorstand des Vereins.

Das 75 jährige Gründungsfest konnte der Verein am 27. und 28. Juni 1998 umrahmt von einer Festwoche feiern. 25 Nachbarsvereine, die Ortsvereine sowie 10 Musikkapellen beteiligten sich am Festsonntag.

Im Januar 2001 stand eine Renovierung des Probenraumes an. Zusammen mit der Feuerwehr beschloss man eine Sanierung der Ausstattung, die Gemeinde finanzierte die Erneuerung der Heizungsanlage. Die Erneuerung des Raums wurde aufgrund eines Heizungsdefekts im Winter 2000 vorgenommen, außerdem war die Bestuhlung sehr alt. 

Bei der Jahreshauptversammlung 2002 wurde die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf 5 € einstimmig beschlossen, nachdem dieser bis zur Währungsreform 5 DM betrug. Das Gartenfest fand 2002 erstmals beim Stöcklhuber in Aigsham statt, nachdem es 19 mal beim Voinbauern in Aindorf durchgeführt wurde.

Zum 80-jährigen Jubiläum wurde 2003 ein Festabend abgehalten. 

Im März 2004 begannen die Renovierungsarbeiten des WCs des Probenraums. Die Mitglieder des Trachtenvereins und der Feuerwehr leisteten dafür über 150 Arbeitsstunden. 

Im Mai 2006 machten sich die Pittenharter Trachtler als Pilger auf den Weg in die Ewige Stadt Rom, um dem bayerischen Papst Benedikt XVI. zu begegnen. Bei dem einwöchigen Ausflug stand unter anderem ein Rundgang durch das antike Rom auf dem Programm, wo beispielsweise das Colloseum besichtigt wurde. Der Weg führte auch zur wichtigsten Marienkirche Roms, Santa Maria Maggiore, wo sich Reste der Krippe von Betlehem befinden. Am darauffolgenden Tag gab es eine Papstaudienz auf dem Petersplatz. Selbstverständlich ließen sich es die Trachtler nicht nehmen, in Italien auch selbst aktiv zu werden - und so gab es auf dem Domplatz der Weinstadt Frascati einen schneidigen Schuhplattler zu sehen. Damit konnte am Morgen des 6. Tages die Heimreise mit vielen unvergesslichen Erinnerungen angetreten werden.

Das 85-jährige Bestehen unseres Trachtenvereins wurde am 10.10.2008 gefeiert. Nach dem Festzug berichtete Vorstand Florian Eder im Gasthaus Augustiner von der Geschichte des Vereins. Anschließend führte Sepp Stürzer durch den Abend und kündigte sämtliche Plattler und Tänze an, die sowohl von den Pittenhartern selbst, als auch von den anwesenden Vereinen aus dem Umkreis dargeboten wurden. Bürgermeister Hans Spiel überreichte dem Trachtenverein Pittenhart einen Gutschein über 50 Liter Bier. Den selben Gedanken hatten auch die Trachtler des Patenvereins Eggstätt. Diese hatten den edlen Gerstensaft jedoch gleich mitgebracht, weshalb dieser auch sogleich  angezapft wurde.

Mit der Ernennung zum Schriftführer übernahm Konrad Linner im Januar 2009 auch die Betreuung der Homepage des Trachtenvereins Pittenhart. Am 9. August 2009 fand erstmals das Gartenfest beim Hilgerhof in Niederbrunn statt. Das schöne Wetter lockte nachmittags sehr viele Leute an. 

Im Juli 2010 fand neben dem Priesterjubiläum von Georg Blabsreiter auch das Gründungsfest der Sebastiani-Schützen Aindorf und Auerhahnschützen Pittenhart statt. Beim Festabend wurde nach 12-jähriger Pause wieder der Dreisteirer aufgeführt. Das letzte Mal wurde der Tanz beim Eggstätter Jubiläum 1998 dargeboten. 

2010 wurde durch Michael Kießling eine Schnalzergruppe ins Leben gerufen. Die "Pittenharter Goasslschnoizer" hatten ihren ersten offiziellen Auftritt beim Gartenfest beim Hilgerhof im Juli 2011. Inzwischen umfasst diese Untergruppe des Trachtenvereins 9 aktive Schnalzer und 3 Musikanten. (Stand: Januar 2015)

Pünktlich zum Gartenfest 2011 wurde eine neue Bühnenkonstruktion entwickelt. Der modulare Aufbau ermöglicht ein einfacheres und schnelleres Aufstellen der Bühne und macht diese durch die variable Größe auch für die Vermietung an andere Vereine interessant.

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2012 wurde nach 10 Jahren eine Beitragserhöhung von 5 € auf 8 € beschlossen. Drei Jahre später wurde bei der Jahreshauptversammlung 2015 eine weitere Beitragserhöhung auf 12 € beschlossen. Gründe hierfür sind der gestiegene Gaubeitrag, geringere Gewinne aus dem Gartenfest, die geplante Fahnenrestauration bis 2023 und vor allem die Förderung der Kinder- und Jugendgruppe. 

Ebenfalls 2015 wurde eine Satzungsneufassung vorgestellt und beschlossen. Eine der wichtigsten Änderungen dabei war die Wandlung der vereinsinternen Festsetzungen in eine separate Geschäftsordnung. 

In den ersten 25 Vereinsjahren bekleideten 7 Personen das Amt des 1. Vorstands. Anschließend war Hans Stürzer 30 Jahre Vorstand, 15 Jahre lang Bert Grundner, 12 Jahre Alois Englbrechtinger und weitere 12 Jahre Florian Eder. Seit 2018 ist Konrad Linner der Vorstand des Trachtenvereins. 

Der Verein kann derzeit einen Mitgliederstand von 280 Mitgliedern aufweisen. (Stand: Januar 2018)